Emp­feh­lun­gen zur Zukunft des wis­sen­schaft­li­chen Publikationssystems
Am 26.05.2015 hat die BBAW Emp­feh­lun­gen „Zur Zukunft des wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­ti­ons­sys­tems“ ver­öf­fent­licht. Der voll­stän­dige Emp­feh­lungs­text mit einer aus­führ­li­chen Ana­lyse fin­det sich hier.

Die­ser Blog dient dazu, die Emp­feh­lun­gen vor­zu­stel­len und zu dis­ku­tie­ren. Dafür haben wir die ins­ge­samt 16 Emp­feh­lun­gen den fol­gen­den vier The­men­fel­dern zuge­ord­net. Sie sind herz­lich ein­ge­la­den, sich an der Dis­kus­sion zu beteiligen!

Peter Wein­gart, Spre­cher der inter­dis­zi­pli­nä­ren Arbeits­gruppe: Einführung

Rein­hold Kliegl, stell­ver­tre­ten­der Spre­cher der Arbeits­gruppe über die Her­aus­for­de­run­gen der Arbeit an den Empfehlungen

Kom­men­tare

  • Klaus Graf
  • http://www.eckhartarnold.de Eck­hart Arnold

    Inter­es­san­ter Bericht. Was ich sehr ver­misse ist eine Berück­sich­ti­gung der neuer Qua­li­täts­si­che­rungs­me­cha­nis­men wie z.B. Post-Publication Peer-Review, die gerade erst durch die Digi­tal­tech­nik mög­lich werden.

    Das auf S.33 befürch­tete Men­gen­wachs­tum vor allem qua­li­ta­tiv min­der­wer­ti­ger Bei­träge durch „die Publi­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten des Inter­nets“ ist mei­ner Mei­nung nach eine Chi­märe. Es scha­det näm­lich über­haupt nichts, wenn im Inter­net häu­fi­ger als frü­her „For­schungs­er­geb­nisse von nach­ge­ord­ne­ter Qua­li­tät und
    Bedeu­tung zugäng­lich gemacht und ver­brei­tet wer­den“. Ja, es ist ganze im Gegen­teil als Aus­gleich der Defi­zite tra­di­tio­na­ler Qual­täts­berwer­tungs­me­cha­nis­men in der Wis­sen­schaft sogar von Vor­teil, solange die Sicht­bar­keit und ent­spre­chende Erkenn­bar­keit von (nach Mei­nung der Fach­com­mu­nity) hoch­wer­ti­gen For­schungs­er­geb­nis­sen gewähr­leis­tet wer­den kann.

    Für das letz­tere Pro­blem haben sich inner­halb der Inter­net­kul­tur in unter­schied­lichs­ten Berei­chen viel­fach erfolg­rei­che Bewer­tungs­me­cha­nis­men eta­bliert, die man im Grunde nur auf die Wis­sen­schaft über­tra­gen müsste.

    In dem Zusam­men­hang ist es auch schade, dass die Stu­die das Poten­tial von For­schungs­netz­wer­ken (academia.edu, rese­arch­gate, sci­ence open etc.) gar nicht berück­sich­tigt. Diese Netz­werke die­nen für Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler ja auch als Fil­ter, um auf die sie inter­es­sie­ren­den und von Ihnen als qua­li­ta­tiv wer­voll ein­ge­schätz­ten Bei­träge der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen auf­merk­sam zu werden.